Von null auf hundert
Mark Petermann (*1980), mit Dipl-Ing. Maschinenbau
und ohne Berufsperspektive hat 2007 mit fünf Völkern
begonnen und ist Ende 2008 in den IV eingetreten. Mit
nunmehr ca. 100 eingewinterten Völkern ist die Imkerei
als Nebenerwerb gemeldet. Wohnhaft in Ritterhude
werden über die Woche fünf Märkte im näheren Umkreis
besucht und außerdem in mehreren Geschäften der Honig
vermarktet. In den letzten Wochen dem Züchterring
beigetreten plant er für nächstes Jahr bereits den
Vollerwerb. Durch Wanderung quer durch die Republik
werden Sortenhonige von der Obstblüte, Akazie, Raps,
Kastanie, Linde und Waldhonig geerntet. Als Co-Referent zusammen mit Christian Grolla
hat Mark Petermann dem diesjährigen Grundkurs bei der Honigschulung wertvollen
Beistand geleistet und wenn alles gut läuft, gedenkt er sich mit Imkereibedarf ein weiteres
Standbein zu schaffen.
Eine Flut von
Informationen
Helmut Pfeiffer (*1940), KFZ-
Meister i. Rst. aus St. Magnus,
kam nach dem Start ins
Rentnerleben dazu durch einen
Freund, der ihm ein Buch zur
Imkerei schenkte. Der Nachlass eines Imkers sorgte
überraschend schnell für Beuten und Gerätschaften.
Anfang 2010 noch ohne eigene Bienenerfahrung
gleich dem IV beigetreten und zum Grundkurs
angemeldet. Mitlerweile mit zwei Völkern ausgestattet
gilt es noch viel zu lernen und die Informationsflut in
die Praxis umzusetzen: „Ein kleiner Umbau der zum
Bienenhaus erkorenen Hütte zur Erweiterung auf vier
Völker ist fürs nächste Jahr geplant und den Kurs
mach ich gleich noch einmal.“
Unsicher war gestern
Siegfried Schneider (*1938),
Heizungsbaumeister i. Rst. aus
Platjenwerbe, kam über einen Hafa-
Besuch zum Wunsch auf Bienen nach
dem Ende des Berufslebens - nahm
daraufhin noch ohne eigene Bienen
an einem Imker-Grundkurs 2007 beim
Bremer Verein teil und entschloss sich wegen der Nähe
zum Beitritt beim Blumenthaler IV. Mit vier Völkern im
ersten Jahr und vielen Fragen hat er erneut am
diesjährigen Grundkurs teilgenommen: „Das gut vermittelte
Fachwissen und praktische Arbeitsbeispiele, sowie gute
persönliche Kontakte zu Teilnehmern und Referenten haben
für Spaß an der Sache und am Lernen gesorgt.“
Sie will es ganz
genau wissen
Renate Esch (*1933) aus Lesum:
„Mein Mann hatte für sich und sein
Rentnerdasein die Imkerei
auserkoren, ich wollte von den
Bienen gar nichts wissen – aber dann kam alles anders,
mein Mann wurde krank, der Imkerfreund mit Herzinfarkt
ins Krankenhaus und nun sollte ich mal eben im Raps bei
11 Völkern nach dem Rechten schauen - ich kam mit über
60 Stichen nach Haus. Und nach dem Tod meines Mannes
kam der Lernbazillus - jetzt erst recht, sagte ich mir, aber
richtig und zum Grundkurs 2010 angemeldet. Der Lehrgang
war sehr hilfreich, ich konnte durch praktische Arbeit viel
lernen. Um meine sechs Völker optimal bearbeiten zu
können, werde ich nächstes Jahr einen weiterführenden
Lehrgang besuchen.“
Ich hatte einen guten Start
Frauke Fehners (*1968) aus
Aumund, diakonische
Behindertenhilfe: „Von einem aus
gesundheitlichen Gründen
aufhörenden Vereinsimker konnte ich
schnell die nötigen Gerätschaften
günstig übernehmen. Ein Volk gleich zum Beginn 2008,
einen Imkerpaten in der Nähe sowie väterliche Beratung
aus der Ferne. Jetzt habe ich vier Völker. Der Grundkurs
2010 hat mir sehr gut gefallen wegen Austausch mit
anderen Anfängern und guter Wissensvermittlung in sehr
entspannter Atmosphäre.“
Der Wunsch nach Bienen
gärte schon lange
Jörg Therkorn (*1955) aus Lesum,
Berufsschullehrer: „Das Interesse
war schon da vor 20 Jahren - da
hieß es, ist nur was für Rentner und
viel Zeit war auch nicht. Dann waren
da 2008 meine Gartennachbarn mit den Bienen und es
ging alles ganz schnell, Kästen, Zubehör und
Bienenhaus, fehlten nur noch Bienen. Da kam eine
Schwarmmeldung und mit Hilfe des Imkernachbarn
dieser eingefangen. Der Kasten kippte dann während
des Transports um, der Inhalt ergoß sich im Laderaum
aber es war ja dunkel und die Bienen liessen sich
schnell wieder einfegen. Obwohl meine Imkernachbarn
und -paten mir jede Hilfe zukommen lassen, wollte ich
unbedingt den Grundkurs 2010 machen; da war ich
von den enorm kompetenten Referenten und
modernen Lehrmitteln angetan, hätte mir allerdings
noch mehr praktische Arbeit gewünscht.“
Stimmen zum Kurs
Imkerverein, Imkerverein Bremen-Blumenthal, Weser-Ems,